Das Keyboard, IBMs Model M und viel Zeit
Ich bin ein großer Fan von “Das Keyboard“, vor allem die Ultimate-Reihe hat es mir angetan. Völlig ohne Beschriftung der Tasten dem eigenen Können an der Tastatur ausgeliefert zu sein, die Freiheit zu erleben
Das wollte ich auch. Doch die gefühlten 3000 Euro für ein Stück Hardware wollte ich dann doch nicht ausgeben. Aber immer wieder bin ich über deren Homepage gesurft, habe mir Testberichte reingezogen, und immer wieder überlegt ob ich nicht doch ein paar Mark für eine ordentliche Tastatur mit Clickedy-Clack ausgeben soll. Bis ich dann über den “Das Keyboard DIY“-Artikel von Jon Lee gestolpert bin… Einfach eine monströs gute Idee. Und gut das ich noch meine jetzt 25 Jahre alte IBM Model M nicht weggeworfen hatte. Immer aus nostalgischen Gründen, schließlich habe ich mit der damals im Infounterricht viel Zeit verbracht. Klicke-die-Klack, Kicke-die-Klacke, Bäm, Enter!
Die Anleitung von Jon ist eigentlich selbstverständlich. Alle benötigten Teile bekommt man Baumarkt. Nee. Stimmt nicht. Auf der Suche nach dem Steckschlüsselschraubendreher, so der korrekte Begriff, bin ich fast verzweifelt. So etwas sei Spezialwerkzeug, und als ich die Katalogpreise beim Bauhaus gesehen wurde mir etwas schlecht. Zwar keine Unsummen, aber 40 Euro und ca. 3 Wochen Lieferzeit plus Versandkosten. Das geht nicht. Auch das Vinylspray kannten in drei Baumärkten nur einer und der meinte das ich das höchstens bei einem Autoteilehändler bekommen könnte. Stimmte dann so auch nicht ganz. Das Werkzeug gabs bei Amazon für nen 10er, das Spray ebenfalls bei Amazon für 15 Euro und das Isopropanol habe ich mir in einer Literflasche bei E-Bay ersteigert für 6 Euro.
Und dann brauchte ich noch zwei Wochenenden bis alles soweit lackiert war. Sieht super aus und klickt wie Hölle.
Aufgeschraubt und mit dem edlen Werkzeug:

Testlakierung einer Taste, Teil 2:

Testlakierung einer Taste, Teil 3:

Mal schauen ob alle Tasten in meine Lackierstube passen:

Isopropanol, die Warnhinweise auf der Flasche sollte man nicht unterschätzen, das Zeug macht so möde:

Mein Lackierstudio von der Seite:

Diesmal von der anderen Seite:

So langsam will ich los legen:

Bäm, Durchgang #1, alle schwarz, irgendwie:

Auch schön hinter den Ohren gewaschen?:

So, langsam sind die ersten Tasten trocken:

Was habe ich gelernt?
- Atemschutz vermeidet Kopfschmerzen.
- Geduld! Nicht anfassen, erst wenn es wirklich trocken ist.
- DIY macht immer wieder Spaß.
Nun brauche ich nur noch das Original um den direkten Vergleich zu starten. Das Duell, Tastatur-MG gegen Tastatur-MG. Klick, Klicke-die-Klack, Klick-Klack, Bäm, Enter!
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